EIN RUF, EIN RHYTHMUS – UND VIELE STIMMEN Wenn Sie noch etwas müde oder verträumt sind, werden Sie gleich wachgerüttelt – denn heute grüßt Sie gleich zu Beginn der Klang eines Tamburins! Fröhlich und taktfest trägt es uns hinein in die freudige Stimmung des Musikgrußes, der sich hinter dem 17. Türchen versteckt: ein Auszug aus der Barockmotette »Puer natus in Bethlehem« von Samuel Scheidt (1587–1654). Die helle Stimme von Heidi Maria Taubert nimmt den Impuls auf, bis schließlich Chor und Ensemble freudig einstimmen. Welch frohgemuter Einstieg in einen neuen Adventstag! Seinen Ursprung hat der zugrundeliegende Hymnus wohl im 14. Jahrhundert. Er wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt; auf Deutsch ist er als »Ein Kind gebor‘n zu Bethlehem« bekannt. Eine Weile wurde die volkstümliche Liedmelodie auch im Evangelischen Gesangbuch geführt und unzählige Komponisten – darunter Johann Sebastian Bach, Michael Praetorius, Johann Hermann Schein und Dietrich Buxtehude – nahmen sich des Themas an. Fast tänzerisch und mit lebendigem Puls schauen wir mit dieser Musik der Geburt des Christkindes entgegen. Eine Komposition voll munterer Freude! Vielleicht zaubert sie dem einen oder der anderen ein Lächeln ins Gesicht? Wie schön wäre das! --- Puer natus in Bethlehem Puer natus in Bethlehem, Unde gaudet Jerusalem, alleluia. Ein Kind geborn zu Bethlehem Ein Kind geborn zu Bethlehem, des freuet sich Jerusalem, Halleluja. --- Samuel Scheidt (1587 – 1654) Puer natus in Bethlehem Sopran: Heidi Maria Taubert Kammerchor der Frauenkirche Instrumenta Musica Leitung: Frauenkirchenkantor Matthias Grünert